Ja, Physik kommt im Medizinstudium vor. Meist nicht besonders tief, aber oft an Stellen, an denen sie medizinische Zusammenhänge erklärt: Blutdruck, Atmung, Strömung, Optik, Elektrizität, Wärme oder bildgebende Verfahren.
Du musst also kein Physik-Ass sein. Aber wenn Formeln, Grundgrößen und einfache Modelle komplett fremd sind, wird die Vorklinik unnötig anstrengend.
Der Punkt ist nicht, dass Physik wichtiger wäre als Anatomie. Der Punkt ist: Anatomie wird im Studium für alle neu eingeführt. Physikalische Schulkenntnisse werden dagegen eher vorausgesetzt oder nur kurz wiederholt.
Welche Physik braucht man?
Relevant sind vor allem:
- Grundgrößen und einfache Modelle
- Kraft, Arbeit, Energie und Leistung
- Druck
- Flüssigkeiten und Strömung
- Elektrizität
- Spannung, Strom und Widerstand
- Optik
- Wärme
- einfache Diagramme
Wichtiger als Formeln auswendig zu sammeln ist, die dahinterliegende Idee zu verstehen: Was beschreibt Druck? Warum fließt Strom? Wie hängen Widerstand und Fluss zusammen? Solche Grundmodelle tragen weiter als eine lose Formelsammlung.
Wo begegnet Physik in Medizin?
Physik steckt zum Beispiel in:
- Blutdruck und Gefäßsystem
- Atmung und Druckunterschieden
- Auge und Linsen
- Hören und Schall
- EKG und elektrischen Signalen
- Wärmehaushalt
- Ultraschall, Röntgen, MRT und anderen Messverfahren
Nicht alles davon musst du vor dem Studium können. Aber es hilft, wenn Begriffe wie Druck, Widerstand, Strom, Spannung oder Brennweite nicht komplett neu sind.
Eine mögliche Unterstützung
Die Medizinstudium-Vorbereitungsplattform kann eine Option sein, wenn du Physik zusammen mit Mathe, Chemie und Biologie wiederholen möchtest. Wenn du nur Physik auffrischen willst, kann auch ein gutes Schulbuch oder ein fokussierter Onlinekurs völlig ausreichen.